Wahlnachlese II – CDU „verhilft“ MfN zum 6. Sitz

Wahlergebnis erzwingt größeren Rat

Das Wahlergebnis vom letzten Sonntag fordert einen größeren Rat als ursprünglich beschlossen. Denn bei einer Vergabe von 26 Ratssitzen würden der CDU nach der prozentualen Verteilung nur 8 Sitze zustehen. Da sie aber 9 Direktmandate gewonnen hat, müssen die so gewählten Kandidaten im Stadtrat auch Berücksichtigung finden, also einen Sitz erhalten. Die Anzahl der Stadtratssitze muss folglich soweit vergrößert werden, wie es nach der Platzierung aller Direktkandidaten für eine anschließend wieder gesetzeskonforme prozentuale Verteilung notwendig ist.
Die Tabelle unten verdeutlicht vereinfacht, wie sich die Sitze auf die jeweilige Partei oder Wählervereinigung bei unterschiedlicher Anzahl an Ratssitzen aufteilen. Sofern die vollen Zahlen noch nicht die Größe des Stadtrats erreicht haben, erhalten solange diejenigen einen weiteren Sitz, deren Hinterkommastellen am höchsten sind, bis die Höhe der Sitze erreicht ist. Wir profitieren von Anfang an von dieser Regel, weil unsere volle Zahl nicht für den dritten Sitz gereicht hätte, die Hinterkommastelle aber immer hoch ist.
Da die Anzahl der Ratsmitglieder gerade sein muss, hilft das erste Ergebnis mit 9 Sitzen für die CDU bei einem dann 27er Stadtrat nicht weiter. Folglich wird der zukünftige Stadtrat 28 Sitze haben, um allen Direktkandidaten der CDU – und auf Grund der dann dritthöchsten Hinterkommastelle auch einem weiteren Vertreter der MfN – einen Sitz im neuen Stadtrat von Nideggen zu gewähren.
Die genauen Grundlagen können Sie im Kommunalwahlgesetz nachlesen. Die entscheidenden Paragraphen sind der § 3 und der § 33, Beschlusslage in Nideggen ist eine Verkleinerung des Rates auf 26 Sitze.

CDU SPD MfN GRÜNE FDP DIE UNABHÄNGIGEN
% Wahl 32,09% 18,63% 19,71% 11,84% 7,66% 10,07%
Größe Stadtrat Sitze Sitze Sitze Sitze Sitze Sitze
26 8,34 8 4,84 5 5,12 5 3,08 3 1,99 2 2,62 3
27 8,66 9 5,03 5 5,32 5 3,20 3 2,07 2 2,72 3
28 8,99 9 5,22 5 5,52 6 3,32 3 2,14 2 2,82 3